Onlinebeitrag

Manufacturing Footprint – die Antwort auf globale Anforderungen

Das Konzept des Global Manufacturing Footprints der UNITED GRINDING Group sieht eine internationale Zusammenarbeit vieler Standorte bei der Maschinenfertigung vor. Als so genanntes Fertigungsstättenkonzept garantiert es eine weltweit einheitliche Qualität.

Der Global Manufacturing Footprint des Unternehmens – sprich die weltweite Verteilung von Produktions- und Servicestandorten und deren Zusammenspiel untereinander – ist die Antwort auf die Frage, wie Unternehmen ihre weltweite Produktion und die verbindenden Logistikströme organisieren. Die UNITED GRINDING Group kreierte dafür das Fertigungsstättenkonzept nach dem Prinzip des Global Manufacturing Footprint. «Dieses Projekt erforderte enorme kulturelle Veränderungen – vom klassischen Werkzeugmaschinenbauer mit Einzelauftragsabwicklung mit allen bekannten Fragestellungen hin zum Hersteller von standardisierten Basismaschinen, die dennoch Flexibilität für kundenspezifische Lösungen ermöglichen», erläutert Stephan Nell, CEO der UNITED GRINDING Group.

Fertigungsstätten

Die erste Fertigungsstufe sind die sogenannten Fertigungsstätten. Drei davon gibt es weltweit, neben Steffisburg sind das Kuřim in Tschechien und Shanghai in China. In diesen Standorten werden die Grundmaschinen aufgebaut. «Aus etwa 1500 Teilen besteht eine Grundmaschine», erklärt Karin Raemy, Abteilungsleiterin Endmontage bei STUDER. Darin sind alle Teile von der einzelnen Schraube bis zum Maschinenständer enthalten. Viele Teile werden selbst produziert – etwa Gussstücke, die gefräst werden –, andere zugekauft. In jeder der drei Fertigungsstätten können Grundteile für alle acht Unternehmensmarken hergestellt werden, wenn auch nicht überall Teile für alle Modelle einer Marke. Die konstruktive Hoheit bleibt dabei uneingeschränkt bei der Marke. Eine erste Qualitätskontrolle, bei der unter anderem eine Lasermessung auf den Achsen durchgeführt wird, beendet die Fertigung in Steffisburg. Zu circa 30 Prozent aufgebaut wird die Grundmaschine dann an einen Standort der nächsten Fertigungsstufe verschickt: an die sogenannten Montagestätten.

Montagestätten

Insgesamt acht solcher Montagestätten gibt es weltweit – von Biel und Etziken in der Schweiz bis Shanghai. In Kuřim und Steffisburg ist die Montage als Fließmontage umgesetzt, was die Flexibilität in der Lieferung deutlich erhöht. An manchen Standorten sind zwei oder sogar drei der Fertigungsstufen vertreten. Dass in Shanghai etwa gleich alle drei angesiedelt sind, liegt an der Bedeutung des dortigen Maschinenbaumarktes. «Wir produzieren, montieren und nehmen dort Systemanpassungen vor, um nah an unserem Markt zu sein und auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Lösung anbieten zu können», erklärt Stephan Nell.

Systemhäuser

In den Systemhäusern werden die Maschinen schließlich mit Kunden-Applikationen, Software, Automatisierungen und der lastenheftspezifischen Verkabelung ausgestattet. «Unsere Maschinen werden in der Regel für bestimmte Teile gekauft und müssen spezielle Anforderungen an Stückzahlen, Taktzeiten und an die Genauigkeit erfüllen», erklärt Sven Lasch. «Das fahren wir hier ein.» Vor der Kundenabnahme findet außerdem ein Probeschleifen mit einem Kundenteil statt. «Wir weisen dem Kunden nach, dass er etwa eine Getriebewelle mit einer bestimmten Taktung bearbeiten kann.» Die Verteilung der Systemhäuser, von Miamisburg (USA) im Westen bis nach Shanghai (China) im Osten, entspricht der globalen Orientierung der UNITED GRINDING Group. Dabei sind die Ansprüche an die Leistungen der Systemhäuser von Land zu Land durchaus unterschiedlich. «Die meisten unserer Kunden kaufen nicht nur eine Maschine, sie kaufen einen Prozess», beschreibt etwa Dr. Michael Gebhardt, Vice President of Operations bei UNITED GRINDING North America die Anforderungen des US-amerikanischen Marktes an das Systemhaus in Miamisburg. «Sie bringen uns ihr Werkstück und bekommen von uns eine schlüsselfertige Lösung dafür.»

Manufacturing-Footprint – mehr als ein Kompromiss

Dezentralität und Zentralität seien die Pole, zwischen denen sich Manufacturing- Footprint-Modelle grundsätzlich bewegen, erklärt Prof. Gisela Lanza, Institutsleiterin Produktionssysteme am wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie. «Dezentrale Produktion bringt dabei vor allem Marktnähe, sodass Unternehmen ihre Produkte an lokale Anforderungen anpassen und in einer hohen Variantenvielfalt anbieten können», so die Produktionsspezialistin. «Zentrale Produktion ermöglicht hingegen die Nutzung von Skalen- und Verbundeffekten, um Ressourcen und Wissen entlang des gesamten Netzwerks optimal zu nutzen.» Ein Modell wie das Fertigungsstättenkonzept der UNITED GRINDING Group verbinde die Vorteile der beiden Varianten.

Präzision und Leidenschaft

Gelenkt wird das Geflecht aus elf Standorte auf drei Fertigungsstufen, zugehörig zu acht Unternehmensmarken, vom Global Operation Board, in dem die COOs der drei Technologiegruppen zusammensitzen. Auch sind in Bern ein zentraler Qualitätsmanager und ein zentraler Einkauf etabliert. Darüber hinaus sollen die einzelnen Marken und Standorte aber als eigenständige Einheiten arbeiten. Die Logistik und der Informationsaustausch zwischen den Standorten etwa wird dezentral organisiert. Verantwortlich für den Erfolg des Manufacturing Footprints-Konzept der UNITED GRINDING Group ist die übergreifende Unternehmensphilosophie PuLs® – Präzision und Leidenschaft. «Mit PuLs® wollen wir Prozesse optimieren, Verschwendung vermeiden und unsere Kunden dabei unterstützen, noch erfolgreicher zu sein», so Nell. «Eines ist klar: Eine präzise Maschine kann ich nur aus präzise gefertigten Teilen bauen.» Ein Anspruch, den die UNITED GRINDING Group für ihre Kunden in aller Welt auf dem gleichen Niveau erfüllt.

« Lokale Präsenz und Marktnähe werden für Weltkonzerne immer wichtiger.  »
Produktionsexpertin Gisela Lanza, Karlsruher Institut für Technologie

«Gefragt war die Herstellung standardisierter Basismaschinen, die dennoch Flexibilität für kundenspezifische Lösungen ermöglichen.»

Stephan Nell, CEO, UNITED GRINDING Group

FAQs zum Manufacturing Footprint bei UNITED GRINDING

Warum hat sich die UNITED GRINDING Group für das Fertigungsstättenkonzept entschieden?

Das Konzept garantiert Flexibilität, weltweite Präsenz und eine international einheitliche Qualität. In China und Tschechien wird nach den gleichen Standards produziert wie in der Schweiz.

 

Welche Rolle spielt das PuLs®-Konzept dabei?

PuLs®, die unternehmensübergreifende Philosophie zur Prozessoptimierung, setzt die Leitplanken für das Fertigungsstättenkonzept. Das Ergebnis sind stabile Prozesse und effiziente Abläufe.

 

Welche Vorteile bietet das Konzept den Kunden?

Die entscheidenden Vorteile sind Qualität, Regionalität und Termintreue. Auf der ganzen Welt bietet die Unternehmensgruppe die gleiche hohe Qualität an, direkt in den Märkten hält sie Engineering-Wissen bereit und bietet Beratung in der Landessprache. Liefertermine werden eingehalten, über 98 Prozent der Basismaschinen werden exakt pünktlich geliefert.

Startseite
Global Group
de Change Language